LESERBRIEFE
«Ehepaar-Trumpfkarte»
Zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung vom 8. März 2026
Die «Heiratsstrafe» ist seit 1984 ein Thema und auf Stufe Kantone wurde dies gelöst. Sogar der «Nein-Sager Kanton Schwyz» kennt das Teilsplittingmodel für Ehepaare. Das ist eine Art «Ehepaar-Trumpfkarte» in dem alle Einkünfte summiert und danach mit dem Faktor 1.9 geteilt werden. Das ergibt den (Steuer-) Satzbestimmenden Tarif für die gemeinsamen Einkünfte. Diese Lösung ist einfach und genial und wäre auch das Musterbeispiel für die Bundessteuer. Die Abzüge müssten beim Bund da und dort angepasst werden, damit eine gleichberechtigte Besteuerung gegenüber Unverheirateten entsteht.
Zweimal Ja
Zur Abstimmung vom 8. März 2026
Alle Privathaushalte in der Schweiz bezahlen heute eine Zwangsgebühr von 335.- Franken. Der Bundesrat will diese Gebühr ab 2029 auf 300.- Franken senken, was der SRG nicht weh tut, weil die Bevölkerung seit 20 Jahren wächst und wächst. Wegen der Bevölkerungszunahme hätte die SRG selbständig die Gebühren schon lange senken müssen, stattdessen hat man sich einen feudalen Betrieb dank Zwangsgebühren eingerichtet.
Friedenstauben spalten?
Zum Artikel Ukraine-Verhandlungen von Kurt Pelda
Die Artikel von Kurt Pelda fallen mir immer wieder durch mangelnde Präzision und ausgewählte Wortwahl auf. Menschen wie ich, die sich für Frieden einsetzen, werden als Putin-Freund bezeichnet. Verhandlungsleute werden als inkompetent dargestellt. In einem Krieg werden Gebiete erobert oder verloren. Pelda spricht von Gebietsabtretungen, die man nicht will, mit welcher Macht? Warum hat man vorher die Bevölkerung unterdrückt, und jetzt will man sie zurückhaben?
Scheibenfehler
Zum Artikel «Bahnhofstrasse: SVP setzt auf Genossenschaften» vom 26. November
Man kann der SVP Gemeinde Schwyz vorwerfen, wir seien die Langsamsten bezüglich der Umfrage zum Thema Bahnhofstrasse 15 in Schwyz. Das wäre akzeptabel.
Neinsager sind nötig
Zu den beiden Abstimmungsvorlagen vom 30. November
Der Kanton Schwyz wird immer wieder als Neinsager-Kanton betitelt. Die Schwyzer sind kritischer als der Rest der Schweiz und das ist gut so. Was nicht wasserdicht ist, wird bachab geschickt. Die zwei kommenden Abstimmungsvorlagen kranken beide am gleichen Ort. Man will etwas verbessern, obwohl alles in Ordnung ist.
«Lösegeld» für was?
Zur Abstimmung über die Teilrevision Personal- und Besoldungsgesetz für Lehrpersonen vom 28. September
Stellen Sie sich vor: In ihrem Betrieb erkennt man, dass es Probleme mit dem Nachwuchs gibt. Jetzt entscheidet Ihr Chef, dass er die Löhne für junge Berufseinsteiger mit Lehrabschluss um 800 Franken pro Monat erhöhen will. Dies für alle Mitarbeiter linear abnehmend bis zum 15. Dienstjahr. Ihr Chef begründet dies mit den höheren Löhnen im Kanton Zürich. Alle Mitarbeiter mit fünfzehn oder mehr Dienstjahren erfahren keine Lohnerhöhung.
Belohnung statt Lösung
Zum Thema Lehrerbesoldung
Es zieht sich wie ein roter Faden durch unser Leben, wir sind zum Problemlöser geboren. Wir lernen schnell, wir müssen zuerst das Problem erkennen, bevor wir dazu eine Lösung entwickeln können. Das tun wir meist instinktiv und spüren sofort, ob wir richtig liegen.
Kopflose Zeiten
Zum Wochenkommentar «Gessler sitzt in Washington, nicht in Brüssel» vom 9. August
Die Schweiz ist in schwierigen Zeiten immer über sich herausgewachsen, sie ist eine Willensnation. Emotionale Ausbrüche sind menschlich und lenken ab. In der Ruhe liegt die Lösung.
Musterschüler oder Löli?
Zum Interview «Die Preise explodieren» vom 13. Juni
Die Schweiz ist unbestritten auf dem ersten Platz in Sachen Umweltschutz und Rezyklieren. Die Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) sind das Herz unseres Entsorgungssystems.
Ausgewogene Steuersenkungen
Zum Kantonsratsentscheid Teilrevision des Steuergesetzes
Noch vor einem halben Jahr präsentierte sich der Steuerhimmel durchzogen. Die Zahlungen des Innerkantonalen Finanzausgleiches (IFA) erlaubten die Senkung des Steuerfusses in praktisch allen Gemeinden. Dass dies nicht überall klappte, war der Teilrevision des Steuergesetzes zu zuschreiben. Angesagte Mindereinnahmen bewogen viele Gemeinden, eine Reserve via IFA-Ausgleichsgelder zu beantragen.
Ja zur EBS-Konzessionserneuerung
Zur Abstimmung über die Konzessionserneuerung der Muotakraftwerke vom 18. Mai
Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg fällten unsere Vorfahren im Ring zu Ibach eine wahrhaft grosse Entscheidung. Das Eigenwerk für Strom wurde gutgeheissen. Damals konnte man kaum erahnen, welch riesigen Einfluss das EBS auf den Bezirk haben würde. Eigene, sichere und günstige Energie bildete neben dem Strassenbau die Grundlage für den Aufschwung in unserer Region. Aus dem einstigen Armenhaus der Schweiz wurde eine prosperierende Gegend, die sich heute sehen lassen darf. Mehr als drei Generationen später sind wird aufgerufen, diese Erfolgsgeschichte weiterzuführen.
Hofnarr in der Politik
Zum Leserbrief «die Narrenzeit hallt nach» von Matthias Kessler vom 20. März
Der Kantonsrat behandelte die Teilrevision Personal- und Besoldungsgesetz für Lehrpersonen an der Volksschule. Das ist lediglich ein kleiner Teil des Volksschulgesetzes über das der Kantonsrat befinden kann. Die Vorlage soll mit happigen Salärerhöhungen für Junglehrer den Lehrermangel beheben.
Gerechter Finanzausgleich
Zum Gastbeitrag «Steuergefälle im Kanton bleibt hoch» von Toni Dettling
Das aktuelle Gesetz über den innerkantonalen Finanzausgleich (IFA) ist eine Art Kopie des nationalen Finanzausgleichs (NFA). Beide Gesetze sind am gleichen Ort unvollständig und trotzdem bei den Nehmern willkommen.
Wirtschaft zur Kasse bitten?
Zur Abstimmung über die Umweltverantwortungsinitiative am 9. Februar
Die Schweiz gehört zu den führenden Nationen in Sachen Umweltschutz. Dank des allgemeinen Wohlstands kann man sich die vorhandenen Umweltmassnahmen leisten. Das ist sehr zu begrüssen.
Schwyz hat ein Ausgabenproblem
Zur Steuerdebatte in der Gemeinde Schwyz
«Wenn die Gelder des innerkantonalen Finanzausleichs (IFA) für zusätzliche Investitionen verwendet würden, die man sich bis anhin nicht geleistet hat, wäre dies völlig verfehlt», das waren die Schlüsselworte von Regierungsrat Huwiler im Kantonsrat vom 25. Oktober 2023.
Keine Sorgen auf Vorrat?
Zum Bote Artikel Teilrevision Steuergesetz im Jahr 2026
Die Teilrevision des Steuergesetzes hat das Hauptziel, die kalte Progression im Gesetz zu verankern. Das ist eine gute Nachricht für den Steuerzahler, er wird nicht mehr zu viel Steuern zahlen.
Wohlstand durch Sparen
Zur Finanzsituation in der Gemeinde Schwyz
Die Finanzkennzahlen der Gemeinde Schwyz sind harte Tatsachen, die es zu akzeptieren gilt. Die aktuelle Nettoschuld gemäss Rechnung 2023 beträgt 80.8 Mio. Franken. Im Voranschlag 2025 spricht der Säckelmeister von «rund 130 bis 150 Mio. Franken (Schulden) im Jahr 2028».
Demokratie leben
Zum Leserbrief «Undemokratisches Gebaren der SVP» vom 11. September
Der innerkantonale Finanzausgleich (IFA) ist seit letztem Herbst ein Thema und wird per 2025 umgesetzt. Regierungsrat Herbert Huwyler hat im Juni die definitiven Zahlen bekannt gegeben. Reiche Gemeinden von March und Höfe und der Kanton Schwyz stellen rund 90 Millionen Franken zur Verfügung, um dies gemäss Gesetz als Geber an die Nehmergemeinden zu verteilen.
Vorsicht, Trojanisches Pferd
Zur Abstimmung über die Biodiversitätsinitiative
Vordergründig geht es um die Artenvielfalt in der Schweiz. Verglichen mit unseren Nachbarländern, dürfen wir auf unsere Natur Stolz sein. Viele Touristen kommen deswegen zu uns in die Schweiz in die Ferien. Monokultur findet man in den Nachbarländern, aber äusserst selten in der Schweiz.
Von Leugnern zu sprechen, bringt nichts
Leserbrief «An die Klimaleugner» von Andreas Marty
Die Schweiz ist für mich das Land mit den besten Umweltstandard weltweit. Wir haben sauberes Wasser, reine Luft und vieles mehr. Mit etwa 9 Millionen Einwohnern machen wir ungefähr einen Tausendstel der Weltbevölkerung von 8 Milliarden aus. Ob wir als Schweizerinnen und Schweizer damit einen Einfluss auf das globale Klima haben, bezweifle ich. Bin ich deshalb ein Klimaleugner?