Schwindelfrei auf den Schuldenberg?
Zur Ausgabenbewilligung Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Seewen am 8. März 2026
Für die Erschliessung des ESP Seewen ist die Muotabrücke West nötig und bereits entschieden, die SVP befürwortet diese Brücke im Zusammenhang mit der Industrie und der Sportanlage im Wintersried. Sie kostet für die Gemeinde Schwyz 10 Mio brutto und netto 6 Mio Franken. Die Gesamtkosten für die Erschliessung des ESP Seewen betragen also 76 Mio brutto und 34 Mio Franken netto.
Teilt man diese Gesamtsummen durch die 44'000 m2 ergeben sich Erschliessungskosten von 1720 Franken pro m2 brutto und 770 Franken pro m2 netto. Der Richtwert für Gewerbe und Industrieland in Seewen beträgt 400 bis 1000 Franken pro m2. Man erkennt, die Kosten für die Erschliessung müssen reduziert werden.
Im Jahr 2020 wurde anlässlich der Projektübergabe vom Kanton zur Gemeinde eine sogenannte Tragbarkeitsabklärung angekündigt. Diese wurde nie ausgeführt, vielleicht darum, weil man keine Eckdaten kannte.
Jetzt sind die Zahlen bekannt und die SVP-Ortspartei fordert darum eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für dieses grösste Projekt aller Zeiten in der Gemeinde Schwyz. Dies auch darum, weil wir bereits mehr als 90 Mio Franken Schulden haben. Es wirkt fahrlässig, ohne eine solche Überprüfung die Schulden zu erhöhen.
Politiker wollen Projekte vorwärtstreiben, Unternehmer rechnen, ob sich ein Projekt auch lohnt. Hier versteckt sich ein Risiko, das es zu klären gibt.
Die Gemeinde Schwyz wird mit dem Freiverlad in Seewen statt in Goldau als Prellbock missbraucht.
Die SVP Gemeinde Schwyz kämpft für gesunde Gemeindefinanzen. Wir dürfen niemals den Schuldenberg so hoch machen, dass sich niemand mehr schwindelfrei darum kümmern kann. Darum stimme ich Nein bei dieser Ausgabenbewilligung.
Fredy Prachoinig, Kantonsrat SVP, Schwyz